Die grundlegende Funktionsweise von Zinsen
Investitionen in Immobilien gehen in der Regel mit der Aufnahme eines Kredits bei einer Bank einher. Sie verlangt für das Darlehen vom Immobilienkäufer Zinsen. Je länger der Kreditgeber dem Kreditnehmer das Geld leiht, desto höher ist der Zinssatz. Abgesehen von den Kreditzinsen gibt es noch die Sparzinsen. Sie lassen sich als Prämie für das Sparen umschreiben. Aufgrund der Nullzins-Politik der Zentralbanken erhielten deutsche Sparer auf ihre Sparkonten faktisch keinerlei Zinsen mehr.
Während der reguläre Verbraucher direkten Kontakt mit Kredit- und Sparzinsen hat, kommt er mit dem Leitzins nur indirekt in Berührung. Bei ihm handelt es sich nämlich um einen von der Zentralbank fixierten Zinssatz, zu dem sich Geschäftsbanken bei Noten- und Zentralbanken Geld besorgen oder anlegen. Innerhalb der Eurozone ist die Europäische Zentralbank – EZB – für die Festlegung der Höhe der Leitzinsen verantwortlich. Über die Höhe des Leitzinses steuert die EZB die Entwicklung der Kredit-, Bau- und Sparzinsen. Auf diese Weise stimuliert sie die Wirtschaft. So bedeuten günstige Zinsen, eine erhöhte Kreditvergabe. Folglich wird mehr Geld ausgegeben sowie konsumiert. Das lässt die Inflation ansteigen. Höhere Zinsen wiederum bewirken eine höhere Sparneigung. Dann wird weniger Geld ausgegeben, was wiederum das Wachstum der Wirtschaft bremst. Auf der anderen Seite verringert dies die Inflation. Die zuständige Behörde der USA – Federal Reserve (Fed) – hat deshalb ihren Leitzins seit Anfang 2022 bereits erhöht.