Ansteigen der Bauzinsen
Die Bauzinsen steigen und machen so Immobilienkäufe sowie Bauvorhaben erheblich kostspieliger. Ein Bericht der Tagesschau vom 12. April 2022 verdeutlicht: „Derzeit liegt der Zins für zehnjährige Standardkredite laut Angaben von FMH im Schnitt bei 2,12 Prozent. Das ist gegenüber dem Zinsniveau vom vergangenen Dezember mehr als eine Verdopplung.“ Der Grund dafür findet sich in der hohen Inflation. Finanzexperten vermuten für 2022 eine Inflationsrate um 6 %. 2023 soll sie geringfügig auf 5 % absinken. Diese prognostizierten Werte liegen erheblich über den von der EZB angestrebten 2 %.
Erhöhte Nachfrage
Bis Anfang Mai 2022 kamen offiziell 400.632 Ukraine-Flüchtlinge nach Deutschland. Sie benötigen nicht nur medizinische Hilfe, sondern auch eine Unterkunft. Zahlreiche Bundesbürger nahmen bereits Flüchtlinge auf, aber das reicht nicht aus. Es ist nur eine kurzfristige Lösung. Der Spitzenverband Zentraler Immobilien-Ausschuss (ZIA) kalkulierte einen mittelfristigen Bedarf von rund 120.000 zusätzlichen Wohnungen. Langfristig läge er jedoch bei über 300.000 zusätzlichen Wohnungen, da mit einem Flüchtlingsstrom von insgesamt 810.000 Menschen gerechnet wird. Diese erhöhte Nachfrage trifft auf eine bereits sehr angespannte Immobilienmarktsituation, was die Preise weiterhin ansteigen lässt.