Die Vorzeichen auf dem Immobilienmarkt sind derzeit alles andere als positiv: Die Zinsen für Baukredite sind in den vergangenen Monaten rasant gestiegen, ebenso die Baukosten und die Nebenkosten. Zudem gibt es bei Material immer wieder Lieferengpässe und Baufirmen mangelt es an Personal. Bei Projektentwicklern stehen entsprechend die Gewinnmargen unter Druck (siehe Capital 10/2022).
Es wurden für den Immobilien-Kompass ausschließlich Makler in Städten befragt – dort macht sich die Markteintrübung bisher weniger stark bemerkbar als auf dem Land. 3/4 der befragten Vermittler rechnen damit, dass die Preise von Neubauwohnungen und -häusern in den kommenden zwölf Monaten weiter steigen, 2/3 der Umfrageteilnehmer stellen sich bei Bestandsobjekten auf weitere Preiserhöhungen ein.
Peter Dondorf sieht es für Aachen und Umland defirenzierter: Er ist der Meinung, “dass aufgrund rückläufiger Bautätigkeit die Nachfrage bei Neubauwohnungen und Einfamilienhäusern zumindest stabil bleiben werden. Im Bestandsbereich werden die Kaufpreise allerdings rückläufig sein, da die Diskussion über steigende Energiepreise auch auf die Kaufpreise durchschlagen werden. Im Kapitalanlagebereich können wir schon jetzt feststellen, dass die Preise nicht mehr umzusetzen sind”